Nicht mit christlichem Glauben vereinbar

Pfarrer Matthias Schmidt, Propst von Oberhessen

Propst Matthias Schmidt

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar

Warum soll sich die Kirche aktiv gegen den Rechtsextremismus engagieren?

Wir müssen uns zum Einen gegen Rechtsextremismus wehren, weil er fundamental den christlichen Grund-überzeugungen und Maßstäben, z.B. der Gottesebenbildlichkeit jedes Menschen und der damit verbundenen Würde widerspricht. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar.

Zum Andern weil wir zu unmittelbarer Hilfe herausgefordert sind, wenn Menschen von Rechtsextremen in ihrem Leben beeinträchtigt werden - und das fängt nicht erst bei der Androhung und Anwendung von Gewalt an. Hassbotschaften und Gewaltaufrufe dürfen wir nicht unwidersprochen stehen lassen.

Drittens sollten die christlichen Kirchen die demokratische und plurale Kultur unseres Landes stärken, die Grundlage unseres Gemeinwesens ist, gemäß dem Motto: »Suchet der Stadt Bestes... und betet für sie zum Herrn; denn wenn‘s ihr wohl geht, so geht‘s auch euch wohl.« (Jeremia 29,7).